WEAR & CARE - nachhaltige Wäschepflege, gut für die Kleidung, gut für die Umwelt

Wäschezeichen. Schonend waschen.

Weniger ist mehr!
Dieser Leitsatz trifft auch bei der Wäschepflege zu und beginnt quasi schon beim Tragen des Kleidungsstücks. Grundsätzlich kann man sich nämlich fragen, ob das getragene Kleidungsstück wirklich schon in die Wäsche muss oder vielleicht doch noch mindestens zwei, drei Male getragen werden kann. Das kommt natürlich dabei auf verschiedene Faktoren und Situationen an, wie zum Beispiel die Jahreszeit oder ob man viel schwitzt. Klar, dass im Sommer oder nach viel Schweiß ein T-Shirt nach einmal Tragen zur Wäsche kommt.


Jedoch gilt, je weniger wir unserer Kleidung den strapazierendem Waschgang in der Maschine zumuten, desto besser für das Kleidungsstück und natürlich auch für die Umwelt. Außer Duft-und Farbstoffen landen bei jedem Waschen nämlich auch Mikroplastikteile (aus synthetischer Kleidung zum Beispiel) im Abwasser. Denn beim Waschen gehen in der Waschmaschine Kleidungsfasern kaputt, sie brechen ab und landen im Abwasser.

Waschmittel richtig und sparsam dosieren


Waschmittel richtig dosieren
Auf die richtige Dosierung kommt's an!

Viel hilft nicht immer viel, sondern die richtige Menge an Waschmittel macht's. Ökologische Waschmittel sind natürlich die bessere Wahl.

 

Bei der Dosierung spielt die Beladung der Wäschetrommel eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nimmt man zu viel, bleiben Rückstände auf der Kleidung. Nimmt man zu wenig, verringert sich die Waschkraft. Die Dosierangaben gibt der Waschmittelhersteller vor und sie entsprechen normalerweise einer vollen Trommel (nicht zu voll, bisschen Luft muss sein). Eine Trommelladung liegt zwischen 5kg und 8kg. Bei weniger Kleidung in der Trommel, zum Beispiel halbvoll, wird entsprechend dosiert.
Die Dosiermenge hängt auch vor allem vom Härtegrad des Wassers ab. Je härter (also kalkhaltiger) das Wasser, desto mehr Waschmittel wird benötigt, damit wie gewünscht gereinigt wird und sich kein Kalk ablagert. Die Dosiermenge entsprechend dem Härtegrad wird auch vom Waschmittelhersteller vorgegeben, ist also auf der Verpackung abzulesen. Den Härtegrad des Wassers erfährt man beim zuständigen Wasserversorger oder bei den Stadtwerken.


Tipp: Wasser in Deutschland gilt als weich, wenn der Wert kleiner ist als 8,4 °dH (dH = deutsche Härte). Zwischen 8,4 und 14 °dH hat es einen mittleren Härtegrad und bei einer Konzentration von mehr als 14 °dH ist das Wasser hart.


Einmal den Härtegrad erfragt und als Notiz an der Waschmaschine angebracht, muss man nur noch den Dosierwert nach Wäschemenge auf der Packung ablesen!

Die richtige Wassertemperatur


Unsere Kleidung verschmutzt in der Regel gar nicht so stark. Meist handelt es sich dabei um Schweiß oder Umwelteinflüsse, wie Staub, Feinstaub oder Gerüche (Zigarettenrauch).

Richtige Verschmutzungen (Erde, Grasflecken, Farbe…) sind eher selten, wenn wir ehrlich sind. Oder?

Fast nichts, was die heutigen Waschmaschinen nicht sauber bekommen.
Somit kann man in der Regel die meiste Kleidung gut bei 30 Grad waschen, schont damit die Textilfasern und spart Energie und Kosten. Das Waschmittel erledigt den Rest.

 

Manche Waschmaschinen haben einen Eco-Modus. Mit diesem lässt sich noch mehr Energie und Wasser sparen.

 Die richtige Waschtemperatur wählen
Lieber eine niedrigere Temperatur wählen. Spart Energie und reinigt genauso gut.

Handwäsche oder Handwaschgang?


Bei der Handwäsche wäscht man eher mal zu heiß für das Kleidungsstück und das Auswringen ist ganz gern etwas zu stark, man möchte ja, dass es nicht mehr tropft. Somit schadet man der Kleidungsfaser mehr.

 

Wird Handwäsche auf einem Etikett empfohlen so lohnt sich oft der Handwaschgang der Maschine. Dieser ist schonender für die Kleidung, da hierbei die Temperatur und der Waschgang abgestimmt sind und den Fasern weniger schaden, als bei der Handwäsche.

Trocknen


Wäschetrockner nehmen nicht nur Platz weg, sie fressen auch Energie.
Für die Umwelt und den Geldbeutel ist es in jedem Fall die bessere Wahl, die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen. Dies geht natürlich am besten im Garten oder auf einem Balkon. Aber auch im Waschkeller oder in der Wohnung ist es möglich. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass man gerade bei heutigen modernen Isolierfenstern regelmäßig lüftet (Schimmelgefahr).
Packt man den Wäscheständer nicht zu voll, kann die Luft besser zirkulieren und die Kleidung trocknet schneller.

besonderer Waschtipp - verhinderung von Mikroplastik im Abwasser


Viele Bekleidung und andere Textilien enthalten Plastikfasern. Sei es bei einer Jeans mit Elasthananteil oder bei einer rein synthetischen Jacke, die Fasern brechen beim Waschen und können von Waschmaschinen bisher nicht rausgefiltert werden. Mikroplastik, das in synthetischer Kleidung oder in Textilien aus Mischgewebe enthalten ist (zum Beispiel Elasthan, Polyamid), gelangt durch die Kläranlage in die Flüsse und ins Meer.

 

Es gibt mittlerweile Waschsäcke, die zwar aus Plastik bestehen, aber selbst kein Mikroplastik abgeben können (laut Hersteller) und in denen man Textilien und Kleidung waschen kann.

Somit wird zum einen die Kleidung schonender gewaschen und zum anderen werden brechende Plastikfasern aufgefangen und somit verhindert, dass diese ins Abwasser und in die Gewässer gelangen.

Die Fasern sammeln sich mit der Zeit in den Sackecken an und können dann einfach aus dem Sack herausgenommen und im Restmüll entsorgt werden.

 

Funfact: Socken enthalten meistens Anteile von Elasthan. Wäscht du sie im Waschsack, geht auch keine Socke mehr in der Waschmaschine verloren!

Besser kein Weichspüler - Alternativen zu Weichspülern


Waschsoda. Haushaltsreiniger. Alternative zu Weichspüler
Waschsoda ist ein umweltschonender Vielzweckreiniger. Man findet es in Drogeriemärkten oder im Onlinehandel.

Weichspüler sorgen mit ihren enthaltenen kationischen Tensiden dafür, dass sich die Fasern weich anfühlen. Denn diese Tenside legen sich wie ein Mantel um die Fasern und verhindern, dass sich Kalk ablagert. Doch sind Weichspüler nicht unproblematisch für die Umwelt. Diese Chemiekeulen bringen Duftwolken mit sich, von denen einem schlecht werden kann und eben diese enthaltenen Duftstoffe und auch Farbstoffe lassen sich aus dem Abwasser gar nicht herausfiltern. Wir haben außerdem selbst schon erlebt, dass sogar Geruch und Geschmack sich auf Lebensmittel übertragen, wenn man z.B. mit einem Küchenhandtuch einen Kuchen abdeckt. Lecker.

 

 


Weitere Punkte, warum man eher auf Weichspüler verzichten sollte:

  • Manche Hersteller achten zwar auf die Bioabbaubarkeit der Tenside. Jedoch können Tenside aus Schlachtabfällen hergestellt sein.
  • Außerdem können die Duftstoffe in Weichspülern allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Handtücher verlieren ihre Saugfähigkeit.


Ökologische Alternativen zu Weichspülern sind zum Beispiel:

  • Waschsoda. Verwende beim Waschgang mit normalem Waschmittel etwas Waschsoda in Wasser gelöst in der Weichspülkammer. Waschsoda verringert Kalkablagerungen an den Fasern (und auch in der Maschine) und verstärkt die Waschkraft des Waschmittels. Übrigens auch gut geeignet um schlechtem Geruch vorzubeugen.
  • Essig oder Essigessenz. Verwende beim Waschgang zusammen mit Waschpulver eine kleine Menge Essig im Weichspülfach. Die Wäsche und die Maschine werden dadurch vor Kalkablagerungen geschützt. Der Essiggeruch verfliegt.
Kommentare: 0